Ein paar grundlegende Informationen über das Land:

Der Staat, der nach einem kleinen Dorf benannt wurde:
Togo am Togosee. Deutsche Kolonie, die offiziell nur als Schutzgebiet bezeichnet wurde und im Gegensatz zu den anderen deutschen Kolonien immer ohne Zuschüsse ausgekommen ist. Die traditionell guten Beziehungen zu Deutschland hielten sich bis heute - deutsches Bier und deutsche Wurstfabrik, aber wenig deutsche Touristen. Das schmale Togo bietet dabei dem Touristen eigentlich sehr viel: von der wunderschönen Küste über Savannen und Reste von Regenwald bis an den Rand der Sahelzone. Nicht größer als die Schweiz mit etwa 4,5 Millionen Einwohner und 50 verschiedenen Sprachen -nicht Dialekten! Vom ehemaligen Gebiet Togo ist heute nur noch ein schmaler Streifen von 140 Kilometern Breite übrig geblieben, weil nach dem ersten Weltkrieg das Land in zwei Treuhandgebiete, englisch und französisch, aufgeteilt wurde und der englische Teil im späteren Ghana integriert wurde. Seit dem ersten Militärputsch 1963 spielt der jetzige Staatschef Gnassingbe Eyadema eine wichtige Rolle, seit dem zweiten Staatsstreich 1967 ist er der Staatschef (der übrigens mit dem Staatsstreich im Nachbarland Ghana gegen Nkrumah überhaupt nicht einverstanden war - „Why did you do this? There was no need for a coup!"). Seine Unterstützung für die UNITA Angolas (angeblich fördert er den Diamantenschmuggel aus Angola ganz gewaltig) bringt ihm nicht nur Freunde. Der OAU-Gipfel in Togo wurde von Angola boykottiert, weil Togos Unterstützung für die UNITA nicht eingestellt wurde... Klimatisch ist das Land begünstigt, im ganzen Land regnet es genug für viele landwirtschaftliche Produkte, lange Zeit hatte das Land genügend Lebensmittel für die eigene Bevölkerung produziert und darüber hinaus exportiert. Ein Problem, das fast alle Fließgewässer Afrikas betrifft, ist die massenhafte Ausbreitung der Wasserhyazinthe. Mit einem Programm der FAO soll diesem Unkraut Einhalt geboten werden.

Die
Nachbarstaaten sind Ghana im Westen, Burkina Faso im Norden sowie Benin im Osten.

Die Republik Togo ist
unabhängig seit 1960.

Einwohnerzahl: etwa 4,5 Millionen, davon nur ein Drittel in den Städten. In der Hauptstadt Lomé, durch verschiedene „Lomé-(Handels-)Abkommen" mit der Europäischen Gemeinschaft bekannt, leben etwa 640.000 Einwohner, Sokode ziemlich in der Mitte des Landes hat etwa 65.000 Einwohner und Lama-Kara im Norden etwa 45.000 Einwohner. 50 % der Bevölkerung sind Anhänger traditioneller Religionen, 35 % Christen, 15 % Moslems. Die Lebenserwartung beträgt für Westafrika niedrige 49 Jahre - mancher Nachbarstaat hat höhere Lebenserwartungen aufzuweisen.

Die Amtssprache ist Französisch, außerdem Kabye und Ewe.

Regierungschef ist Agbéyomé Messan Kodjo, Staatschef ist seit der Unabhängigkeit Gnassingbe Eyadema, der von vielen Seiten Afrikas beschuldigt wird, am Diamantenhandel der UNITA aus Angola kräftig mit zu verdienen und damit wie Blaise Compaoré aus Burkina Faso den Krieg in Angola zu verlängern. Selbstverständlich streitet Eyadema das ab. Die Europäische Union hat seit 1993 ihre Kooperation mit Togo wegen der verheerenden Menschenrechtslage ausgesetzt. Eine Wiederaufnahme der Kooperation hat die EU an die Voraussetzung gebunden, dass die Zusammensetzung des togoischen Parlaments den Wählerwillen widerspiegelt. Das hat Eyadema bisher erfolgreich verhindert. Das deutsche Auswärtige Amt hat in einem Lagebericht von Anfang 2000 berichtet:
Die Unterscheidung zwischen unmittelbaren und mittelbaren staatlichen Repressionen ist in Togo äußerst schwierig. Immer wieder gab es tätliche Angriffe der Sicherheitskräfte oder nicht feststellbarer Personen auf Oppositionelle. Bei den meisten Überfällen auf Mitglieder der Oppositionsparteien ist aber nicht ersichtlich, ob die sie verübenden Sicherheitskräfte auf Anordnung oder aus eigenem Antrieb handelten. In vielen Fällen kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass Repressionsmaßnahmen durch Mitglieder der Regierung oder der Staatsführung angeordnet wurden. Die Täter müssen jedenfalls kaum damit rechnen, für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Charakteristisch für Repressionen in Togo war und ist die Unberechenbarkeit der gegen die Opfer ergriffenen Maßnahmen. Politisch aktive Oppositionelle werden je nach Einzelfall verbal eingeschüchtert, bedroht, geschlagen, von ihrem Wohnsitz vertrieben, gefoltert oder (zum Teil auf grausame Weise) ermordet." Soweit der offizielle(!!) Bericht der deutschen Regierung.

Diese Einschätzung führte allerdings nicht zu einer stärkeren Anerkennung Togoer als politische Flüchtlinge: von 1578 Anträgen auf Asyl wurden 1999 nur 136 das Asylrecht gegeben. Nähere Informationen:
info@proasyl.de Vorwürfe von amnesty international, in Togo seien Hunderte von Menschen aus politischen Gründen ermordet worden, wurden von der Regierung natürlich zurückgewiesen, aber von einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen mit dem Ausdruck „must be taken in consideration" bestätigt. In diesem Bericht wurde bestätigt, dass es sich bei den Ermordeten um Mitglieder der Oppositionsparteien handelt.

Die
Haupteinnahmequellen des Staates sind Phosphate, Kaffee, Kakao und Baumwolle.

Die
Vertretungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind:
Deutschland (bis zu einem Umzug nach Berlin) und Österreich:
Beethovenallee 13, 53173 Bonn, Tel. 0228 / 355091; Konsulat: Hans-Henny-Jahnn-Weg 49, 22085 Hamburg, Tel. 040 / 2273559
Schweiz:
Ambassade de la Republique Togolaise, Avenue de Teroueren 264, 1150 Bruxelles

Bücher in deutscher Übersetzung erhalten Sie gerne auf Anfrage (info@afrikahaus.net); ebenso das Buch des Monats (page 92)Oktober 1999, Fauziya Kassindja, „Niemand sieht dich, wenn du weinst".

Im Internet:
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Nationalfeiertag:
27. April

Aktualisierte Politik- und Geschichtsdaten unter: www.netzwerk-afrika-deutschland.de/Land/togo.html