Ein paar grundlegende Informationen über das Land:

Die Komoren, kleiner als das Saarland, liegen zwischen der Nordspitze Madagaskars und der mosambikanischen Küste. Drei der vier Inseln (Njazidja, Mwali und Nzwani - früher Grande Comore, Mohéli und Anjouan) haben sich 1975 einseitig von Frankreich unabhängig erklärt, die vierte, Mayotte, verblieb nach einem Volksentscheid als französisches Überseeterritorium (D.O.M.) bei Frankreich. Bei einem erneuten Referendum im Juni 2000 sprachen sich 72,5 % der Wähler für ein weiteres Verbleiben bei Frankreich aus, sehr zum Ärger der komorischen Regierung, die das Referendum nicht anerkannte. Durch ihre Lage nahe am Äquator sind die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen gering - von durchschnittlich 22° im Juli/August bis durchschnittlich 27° in den wärmsten Monaten Februar/März. Durch den kräftigen Monsun gibt es auf den Inseln immer genug Niederschlag; der tropische Regenwald ist allerdings mittlerweile fast verschwunden und durch Plantagen von Bananen, Kakao und Kokospalmen ersetzt. Besonders berühmt ist die Inselgruppe durch ihre Gewürze: Vanille, Gewürznelken, Pfeffer, sowie durch den Parfümgrundstoff, der aus den Blüten der Ylang-Ylang-Pflanze gewonnen wird.


Die Komoren gehören zu den ärmsten Ländern der Welt; vor zwanzig Jahren starben noch die Hälfte aller Kinder vor dem 5. Lebensjahr. Das hat sich massiv geändert, die Kindersterblichkeit ist „nur noch" 10 %. Leider ging derweil die Einschulungsquote um gute 5 % zurück. Alle Inseln sind sehr stark Malaria verseucht. Bekannt sind die Komoren für ihre besondere Artenvielfalt in den Küstengewässern.


Die Komoren sind
unabhängig seit 1975.

Einwohnerzahl: etwa 550.000, davon etwa 30 % in den (Klein-)Städten lebend. Die größten Städte sind die Hauptstadt Moroni mit 27.000 Einwohnern, Mutsamudu mit 15.000 und Fomboni mit 7.500 Einwohnern.


Die Amtssprachen sind Komorisch und Französisch, Arabisch ist (auch) Handelssprache.


Die Haupteinnahmequellen des Staates sind geringe Exporte von landwirtschaftlichen Produkten sowie die erwähnten Parfumgrundstoffe. Durch die indonesischen Unruhen einerseits und den Wirbelsturm über Madagaskar im Frühjahr 2000 fielen zwei Konkurrenten in der Vanilleproduktion aus, was den Preis von 1500 Francs auf 2500 Francs hoch schnellen ließ (etwa 4,60 US-$), einige Exportfirmen zahlen bis zu 3500 Franc. Wichtigste Importnationen sind Frankreich und Deutschland (1997 für etwa fünf Millionen Euro). Nach einem annähernden „Nullwachstum" 1997 gab es 1998 immerhin etwa 1,1 % und 1999 nur noch 0,5 % Wachstum.


Das Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef, ist bis April 99 Nourdine Bourhane gewesen; bei dem Staatsstreich vom April wurde Col. Azaly Assoumani neuer Staatschef mit dem Premierminister Bianrifi Tarmidi. Dieser Staatsstreich wurde zwar international verurteilt, die Reformen von Assoumani aber besonders von der Weltbank sehr wohlwollend gesehen: durch die von den Geberländern geforderte Reduzierung der Zahl der Staatsangestellten und niedrigere Löhne wurde der Staatshaushalt um 24 % gekürzt. Die Organisation für afrikanische Einheit ist dagegen sehr stark gegen diese Regierung eingestellt und entsandte im Juli 2000 erfolglos eine fünfköpfige Delegation, „um die Regierung zu einem demokratischen Stil zu ermutigen". Mwali und Nzwani hatten derweil angedroht, sich von den Komoren zu trennen; in einem Übereinkommen vom März 2001 beschlossen sie jedoch, zusammen zu bleiben bis zu einer Wahl im Juni 2001.


Von der Bevölkerung sind fast 100 % Moslems, bedingt durch die frühe Kolonialisierung durch persische Händler.


Die
Lebenserwartung ist etwa 59 Jahre und damit ziemlich gering für einen Inselstaat.

Die
Vertretung für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist:

Honorarkonsulat der Islamischen Bundesrepublik Komoren, Löwenburgstraße 10, 50939 Köln - mit Vorbehalt: wir haben Informationen, dass das Konsulat nicht mehr arbeitet! -


Wir haben bisher keine Bücher in deutscher Übersetzung oder CDs gefunden. Eine Internet-Adresse gibt es nach unserem derzeitigen Kenntnisstand auch (noch) nicht. Überhaupt ist das Wissen um die Komoren herzlich gering in Deutschland - in Frankreich wahrscheinlich höher.

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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a
  Umsatzsteuergesetz:
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Nationalfeiertag:
6. Juli

Aktualisierte Politik- und Geschichtsdaten unter: www.netzwerk-afrika-deutschland.de/Land/Komoren.html