Ein paar grundlegende Informationen über das Land:

Nur etwa ein Drittel so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, hat Benin einen seltsamen Zuschnitt: an der Küste gerade mal 125 Kilometer breit, erstreckt es sich in Richtung Norden über 650 Kilometer. Hier wird das Land dann 325 Kilometer breit. Die Folge sind fast 2000 km lange Grenzen. Der Regierungssitz Cotonou liegt wie in kolonialen Zeiten am Meer, die Hauptstadt Porto Novo nur wenig landeinwärts; im Norden stößt Benin an den Fluss Niger. Vom ursprünglichen tropischen Regenwald gibt es in Benin nichts mehr, stattdessen Kokosnuss- und Ölpalmen sowie einfache Feuchtsavanne. Im Norden gibt es dann nur noch Trockensavanne mit einer Regenzeit von Mai bis September. Benin ist berühmt wegen seiner kulturellen Vergangenheit und berüchtigt wegen des durch das Königreich Dahomey (ursprünglich Danxomé) besonders aktiv und lange betriebenen Sklavenhandels. Erst nach 1830 wurde der Sklavenhandel allmählich abgelöst durch den Handel mit Palmöl und Baumwolle, noch 1850 wurden Sklaven von König Ghezo nach Kuba und Brasilien „geliefert". Heute hingegen gehört Benin in mancherlei Hinsicht eher zu den fortschrittlichen Ländern Afrikas. Im Dezember 2000 wurde beispielsweise ein Gesetz beschlossen, das die noch verbreitete Praxis der weiblichen Beschneidung mit Strafen zwischen sechs Monaten und drei Jahren bedroht.


Situationsbericht aus Benin im Frühjahr 2001 (p. 268)

Die
Nachbarstaaten sind Nigeria im Osten, Niger und Burkina Faso im Norden und Togo im Westen; mit allen ist Benin freundschaftlich verbunden, am wenigsten vielleicht mit Togo, am meisten mit Nigeria, mit denen auch mehrere Militärabkommen geschlossen wurden.

Benin ist
unabhängig seit 1960.

Einwohnerzahl: etwa 6,3 Millionen (1999), davon leben ungefähr 40 % in den Städten. Die größten Städte sind Cotonou mit geschätzt 750.000 Einwohnern und Porto Novo mit etwa 200.000 Einwohnern, im Norden Djougou und Parakou mit jeweils ca. 125.000 Einwohnern.

Zur
Verwaltungsreform 1999/2000 (page 242)

Die Amtssprache ist Französisch.

Die Haupteinnahmequellen des Staates sind landwirtschaftliche Exporte von Baumwolle, Kakao, Kaffee und Erdnüssen sowie etwas Erdöl. Ein Jahr lang lag die Förderung von Erdöl brach, weil die Kosten höher als die Erlöse waren und zuletzt über 90 % des Förderguts aus dem einzigen Ölfeld bei Seme aus Wasser bestand. Mit steigenden Erlösen hat auch Benin die Erdölproduktion wieder aufgenommen, diesmal jedoch nicht von der staatlichen PPS - Erdölgesellschaft, sondern von einem Privatunternehmen aus der Elfenbeinküste, Zetah Oil Company. Ohne eigene Erdölproduktion machte es keinen großen Sinn mehr, ausgerechnet in Cotonou den Sitz der Vereinigung Afrikanischer Ölproduzenten (APPA) zu behalten. Benin gehört zu den 17 Staaten, denen der Internationale Währungsfonds im Dezember 2000 eine Schuldenentlastung zusagte.


Das Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef, ist Matthieu Kerekou, am 22.3.2001 in einer Stichwahl mit 84% wieder gewählt. Zur Wahl gingen allerdings nur etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten, zu eindeutig war Kerekous Vorsprung im ersten Wahlgang am 4. März gewesen (44,5 zu 28 % für den Herausforderer, Premierminister Nécine Soglo). Der Parlamentspräsident Houngbedji, der wie Marie-Elyse Gbédo, ehemalige Tourismus-Ministerin, zur Präsidentschaftswahl antrat, wollte nicht an einer „Maskerade" teilnehmen und trat deshalb zur zweiten Runde der Wahl nicht an. Nach dem ersten Präsidenten (1960) Hubert Maga (gestorben 08.05.2000) gab es eine Serie von zwölf Staatsstreichen / Militärputschen, seit 1972 (mit einer Unterbrechung von 1991 bis 1996) wird der 1975 umbenannte Staat von Oberst Kerekou regiert.


Von der
Bevölkerung sind 68 % Anhänger von Naturreligionen, jeweils 15 % Katholiken und Moslems sowie 2 % Protestanten.

Die
Lebenserwartung beträgt etwa 53 Jahre und liegt damit im gleichen Bereich wie in den Nachbarstaaten. Ein großes Problem hat Benin mit der Lepra, Anfang 2001 hatte das Land offiziell 4500 Lepra-Erkrankte. Von dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO, nicht mehr als einen Leprakranken je 10.000 Einwohner zu haben, ist Benin damit sehr weit entfernt. Mit gewaltigen Anstrengungen soll das bis 2004 erreicht werden. Ein weiteres Gesundheitsproblem, besonders in der Trockenzeit, ist Meningitis / Gehirnhautentzündung. Auch im Januar 2001 starben wieder 45 von über 600 Patienten. Die Säuglings- und Kindersterblichkeit liegt bei 10 und 17%.

Die diplomatische
Vertretung für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist:
Botschaft der Republik Benin, Rüdigerstr. 10, 53179 Bonn

Tourismusbüro ist nach einer Auskunft von Frau Dr. Engelke/Hamburg die Firma B&B Westafrikaspezialist GmbH, Tempelhofer Weg 2, 12099 Berlin, e-mail:berlin.office@westafrika.de, die auch günstige Flüge vermitteln könne.

Bücher in deutscher Übersetzung aus Benin haben wir bisher nicht aufgetrieben. Von einer einzigen CD ist uns die Existenz hier in Europa bekannt (im Land haben sich CDs gegen die MusiCassette noch nicht durchsetzen können).

Auf die letzten dreißig Ausgaben der beninischen Zeitung La Nation können Sie einen online-Zugriff erhalten - über die Seite  Informieren/
Online-Zeitschriften 2. (page 26)

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Jan Klevinghaus
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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz:
DE 213693538

Nationalfeiertag:
1. August

Reiseveranstalter
siehe Seite 23

Aktualisierte Politik- und Geschichtsdaten unter: www.netzwerk-afrika-deutschland.de/Land/Benin.html