Gesundheitsfürsorge auf kommunaler Basis

Während sich AIDS/HIV weiter ausbreitet, spüren die Dorfgemeinschaften immer mehr, welche Auswirkungen diese Epidemie auf die wirtschaftliche und soziale Zusammensetzung der Bevölkerung hat.

Das Programm Wahuduma wa Afya (Gesundheitsdiener) ist ein katholisches Anliegen, das sich ohne Unterscheidung an alle Menschen wendet. Ein einzigartiger Aspekt des Programms ist, dass es auf der Dorfgemeinschaft basiert und dass alle angebotenen Dienste kostenlos sind. Die Mitglieder kommen aus den so genannten „Kleinen christlichen Gemeinschaften".

Zur Zeit besuchen mehr als hundert Mitglieder paarweise die Kranken in drei Gemeinden westlich von Mombasa. Der Leiter des Projekts ist Bruder John Mullen von der Maryknoll Missionsgesellschaft, unterstützt von mehreren Schwestern von St. Joseph und von Elizabeth Mugo, einem der ersten Mitglieder und Sozialarbeiterin, die neue Freiwillige ausbildet.

Die „Wahuduma" besuchen die Kranken in ihren Häusern. Sie bieten Medizin, Unterstützung und die Verlegung der schwereren Fälle an. Seelsorge ist integraler Teil des Programms; mit Nahrungsmitteln wird in bedürftigen Fällen ebenfalls geholfen. Sie bieten keine Behandlung an, kümmern sich aber materiell und geistlich um die Kranken, die oft ausgestoßen vom Dorf vegetieren.

Seit dieses Programm in der Gemeinde Bomu 1996 eingeführt worden ist, ist es in allen weiteren Gemeinden gut angenommen worden. Von den ursprünglich 25 Freiwilligen, die etwa ebenso viele Patienten betreuten, ist das Programm gewachsen auf mehr als hundert Freiwillige, die eine Ausbildung in Basisgesundheit und Seelsorge bekommen haben, sowie fünf ausgebildete Krankenschwestern bzw. -pfleger. Mittlerweile betreuen diese etwa eintausend Patienten in den verschiedenen Stadien von AIDS, abgesehen von anderen Krankheitsfällen.

Von 200.000 Todesfällen auf Grund von AIDS allein in diesem Jahr wird ausgegangen. Millionen andere sind vom Virus infiziert und stecken täglich neue Menschen an. Trotz der ursprünglich katholischen Ausgangsbasis haben die Wahuduma keine Berührungsängste mit anderen Religionen, sondern arbeiten mit anderen Religionen zusammen. Sehr selten kommt es zu Ablehnung oder gar Feindlichkeit durch Moslems oder andere Religionsangehörige. Die meisten Patienten freuen sich, dass überhaupt jemand kommt, sind oft schon in verwirrtem und sehr schlechtem Zustand. Insofern ist die mit dem Wort „counselling" beschriebene Seel-Sorge besonders wichtig.

Das Programm, das auf andere Gemeinden in ganz Kenia ausgeweitet wurde, wird von der Maryknoll - Missionsgesellschaft und von Caritas Deutschland finanziert. Die Einrichtung der „Kleinen Christlichen Gemeinschaften", die landesweit von der katholischen Kirche besonders gefördert wurde, hat sich als Ausgangspunkt der Freiwilligen „Gesundheitsdiener" bewährt.

- nach einem Bericht aus „Weiße Väter - weiße Schwester" Oktober/November 2000 -

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